Was ist Trimmen
Trimmen von Hunden
Trimmen, abgeleitet vom englischen „trim“, bedeutet wörtlich übersetzt zurechtmachen, stutzen bzw. in Ordnung bringen. Es bezieht sich auf das Fell rauhaariger Rassen, aber auch einiger Spanielarten mit weicherer Haarstruktur. Die meisten Terrier, Schnauzer, Bouvier das Flandres, Rauhaarteckel und noch etliche andere werden auf diese Weise in Form gebracht.
Durch Trimmen in regelmäßigem Zeitabstand kann man bei vielen Hunden ein sogenanntes „rolling coat“ erzielen. Unter den langen Deckhaaren steht nicht nur die Unterwolle, sondern eine kurze neue Schicht Deckhaare, die nun beim Trimmen zum Vorschein kommt. Über den richtigen Trimm- Rhythmus zum Erzielen eines „rolling coats“ beraten wir Sie gerne.
Tut trimmen dem Hund weh?
Eindeutig NEIN
Beim Trimmen werden lediglich die abgestorbenen Haare, die locker in der Haut sitzen, von Hand ausgezupft. Die Fellstruktur bleibt erhalten und das Fell bleibt schmutzabweisend.
Es werden definitv keine Haare "herausgerissen" sondern lediglich die Aufgabe der Natur (früher Unterholz, Sträucher, etc.. durch die viele Jagdhundrassen gestreift sind, was heute aber bei Haus-/ und Wohnungshunden kaum noch der Fall ist) manuell per Hand nachgeahmt.
Warum schadet das Scheren den Rauhaarigen?
Wer seinen Rauhaarigen scheren lässt, muss mit Nachteilen rechnen. Zum einen fördern die toten Haarwurzeln den Juckreiz. Sie bleiben beim Scheren stecken, statt dem neuen Haar Platz zu machen. Im Extremfall entstehen dadurch sogar Ekzeme.
Das Haar verliert seine typische Farbe und Struktur. Die Farbpigmente sind im Haar vieler Rassen vor allen Dingen in den ersten Zentimetern der Haarspitzen eingelagert. Außerdem wird das Haar zur Wurzel hin dünner. So ist es einleuchtend, dass beim Scheren die harten, farbreichen Spitzen abgeschoren werden und das verbleibende Haar dünner und farbloser ist. Das neue Haar kommt bei geschorenen Hunden viel schlechter durch. Dafür wächst die ebenfalls abgeschorene Unterwolle zu stark.
Das Ergebnis: Nach mehrmaligem Scheren kann ursprünglich hartes, pigmentstarkes Haar verdorben sein. Es zeigt sich nun weich, dünn und farblos. Schmutz haftet besser und das Haar verfilzt leichter. Der „pflegeleicht- Effekt“ ist damit dahin. Die beim Scheren gegenüber dem Trimmen eingesparte Stunde wird nun vielfach zur Pflege benötigt.
Die berühmte Ausnahme
Manchem Rauhaarigen wurden zu weiche Haare in die Wiege gelegt.
Sogenannte „Wollis“, oder Fluffy's unter den rauhaarigen Terriern sind kaum trimmbar, jedoch eher selten verteten. Wenn ein Trimm- Versuchen kein brauchbares Ergebnis zustande bringt, wird die Pflege bei diesen Hunden selbstverständlich an die Struktur des Haares abgepasst und von Hand geschnitten.
Welche Rassen werden getrimmt ?
z.B. der
* Airedale-Terrier
* Cairn-Terrier
* Fox-Terrier
* Westhighland-Terrier
* Welsh- und Norfolk Terrier
* Border Terrier
* Scottish Terrier
* Norwich Terrier
* Cocker
* Setter
aber auch Schnauzer und Rauhhaardackel, werden getrimmt .






